Rezension "Romanze Undercover"

  • Titel: Romanze Undercover
  • Autorinnen: Doris Winter; Julia Martin
  • Format: mobi-Datei
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 261 Seiten
  • Verlag: bookshouse (Oktober 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • Genre: Romantic Thrill
  • Preis: 4,99€ (eBook) 12,99€ (P-Book)



Savannah hat zwei große Leidenschaften: ihren Job als Computerexpertin und ihre beiden Katzen. Eines Nachts, als sie wieder einmal über ihrer Arbeit die Zeit vergisst, wird sie auf dem Heimweg Zeugin eines Mordes.

Mithilfe des Undercover Cops Mac gelingt ihr in letzter Sekunde die Flucht. Sie muss untertauchen und das ausgerechnet bei Mac, der darüber wenig begeistert ist. Schon bald kommen sich die beiden näher. Ihr Glück währt allerdings nicht lange. Savannah wird in das Zeugenschutzprogramm aufgenommen, um sie vor dem gefürchteten Gangsterboss Taipan zu schützen. 

Riskiert Mac zu viel, um den Taipan zur Strecke zu bringen? Und erhält ihre Liebe eine zweite Chance? 

Der Einstieg in dieses Buch war, durch den gleich zu Anfang begangenen Mord, wirklich spannend. Ich war von dem Abschnitt total angetan und erwartete im Grunde, dass es genauso rasant und atemberaubend weiterging. Doch nach und nach flachte das Geschehen zunehmend ab und ich begann sehr schnell mich zu fragen, ob das nun alles an Spannung gewesen sein sollte.
Die gesamten Handlungen wurden abwechselnd aus der Sicht der beiden Hauptprotagonisten erzählt, was in diesem Fall durchaus verständlich war. Immerhin trennten sich die Wege von Savannah und Mac im Laufe der Geschichte und um Verfolgen zu können, wie es den Protagonisten in der Zeit erging, empfand ich die Perspektivenwechsel nicht nur sehr vorteilhaft, sondern notwendig.
Das Augenmerk in dieser Lektüre lag für mich eindeutig auf der aufkeimenden Liebe zwischen Savannah und Mac.
Die beiden Protagonisten harmonierten wirklich gut zusammen und ich konnte ihr Leid im Bezug auf die Zwangstrennung durchaus verstehen und nachfühlen. 
Dennoch war der weitere Verlauf der Geschichte nicht imstande mich genauso mitzureißen wie der Anfang. 
Die Geschehnisse plätscherten nur noch seicht vor sich hin, daran änderten auch die seltenen und dennoch überraschenden Ereignisse und Wendungen nichts.
Etwas störend empfand ich allerdings die langen Zeitsprünge zwischen den einzelnen Szenen. Ich war, ohne eine direkte Zeitraumangabe nicht in der Lage genau auszumachen, wie viel Zeit zwischen den Geschehnissen verging. 
Die Abschnitte während des Zeugenschutzprogrammes empfand ich teilweise ziemlich ereignislos. Zwar gab es Situationen, in denen ich dachte, der Taipan hätte Savannah aufgespürt und es käme endlich wieder Spannung in das Geschehen, doch diese Momente währten leider nicht lange und die Geschichte dümpelte erneut seicht vor sich hin.
Selbst der doch recht romantische Abschluss des Buches konnte für mich das Ruder leider nicht mehr rumreißen.
Mir war es am Ende doch etwas zu viel Romance und zu wenig Thrill.
Ich hätte mir eine ausgeglichenere Mischung dieser beiden Komponenten gewünscht.

Romanze Undercover ist für mich eine leichte Lektüre, die zwar nette Lesestunden beschert, aber nicht wirklich bewegt oder nachhaltig im Gedächtnis bleibt.


 Doris Winter, Jahrgang 1970, lebt in Wien und arbeitet als EDV-Betreuerin. Schreiben und Lesen gehören zu ihren Leidenschaften. Sie hat schon mehrere Kurzgeschichten in den Genres Fantasy und Romance veröffentlicht. Für „Route 66“ erhielt sie den DeLiA-Literaturpreis für die beste Kurzgeschichte.

Julia Martin ist das Pseudonym einer Wiener Autorin, deren Kurzgeschichten bereits in mehreren Anthologien veröffentlicht wurden.

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