[Blogtour] zu Das Geheimnis des Komponisten


In dem Buch >Das Geheimnis des Komponisten< von Bettina Kiraly geht es überwiegend um die Marseillaise, aber es wird auch immer wieder die Band "Moonlit Jazz Dreams" der Protagonistin Sara Obermann genannt.
Wie der Bandname schon verrät, ist die Musikrichtung Jazz ihre Passion und genau diese möchte ich euch nun näher bringen.

Die Musikrichtung Jazz hat seinen Ursprung um 1900 in den Südstaaten der USA.
Ursprünglich überwiegend von der afroamerikanischen Bevölkerung gespielt, entwickelte sich der Jazz vordergründig aus dem Blues, Gospel und Ragtime
Es gibt heutzutage eine unglaubliche Vielfalt an Stilrichtungen, wobei die Unterscheidung der einzelnen Stile für Laien gar nicht mal so einfach ist.
Die erste Assoziation bei dem Begriff Jazz ist wohl nicht nur für mich die Wiege dieser Musikkultur; New Orleans.
Die entscheidenden ursprünglichen Stilrichtungen entwickelten sich ab 1905 dort in Form des New Orleans Jazz und Dixieland Jazz. Diese beiden Richtungen wurden geprägt von der Trompete als Hauptstimme.

Ein bedeutender Wegbereiter des New Orleans Jazz und eine Legende der Musikrichtung ist auch heute noch Louis "Satchmo" Armstrong.
Ab den zwanziger Jahren entwickelten sich zwei weitere Stilrichtungen, angefangen mit dem Chicago Jazz.
Hier gewann erstmals das Saxophon als Soloinstrument eine bedeutende Rolle.

Neben dem Chicago Jazz entwickelte sich zu der Zeit auch der Swing, für den Benny Goodman eine bedeutende Schlüsselfigur war.
Aufgrund der damaligen Wirtschaftskrise schlossen sich Musiker zu sogenannten Big Bands zusammen, um weiterhin in dem Beruf bestehen zu können.
Seine Blütezeit hatte der Swing jedoch erst zwischen 1935 und 1945.

Ab 1940 entwickelte sich dann der Bebop und legte so die Grundlage zum Modern Jazz.
Als ein Pionier dieser Stilrichtung zählt Charlie "Bird" Parker, der mit seinen Bands schnell Weltruhm erlangte.
Mit der Zeit entwickelten sich immer mehr Stilrichtungen und der Jazz floss zusehends auch in andere Musikkulturen ein.

Diese wunderbare Musik blieb jedoch nicht nur in den amerikanischen Staaten. 
Um 1920 schwappte diese neue Musikrichtung über den großen Teich auch nach Deutschland.
Der Klarinettist und Saxophonist Eric Borchard spielte bereits 1922 eigene Aufnahmen ein, die man durchaus mit den amerikanischen Jazz-Größen vergleichen konnte.

Zur NS-Zeit wurde allerdings die Ausstrahlung des Jazz im Rundfunk verfolgt und verboten. 
Dieses geschah zum einen wegen der afrikanischen Wurzeln dieser Musikrichtung und zum anderen, weil viele aktive Musiker jüdischer Herkunft waren. 
Zwar wurde vehement versucht den Jazz aus Deutschland zu verbannen, aber er war nicht gänzlich verboten. 
Als der Jazz dann mit Kriegsbeginn vollends verboten wurde, wollten dieses einige Musiker nicht hinnehmen. 
Der Klarinettist Ernst Höllerhagen ging beispielsweise in die Schweiz ins Exil.

In der Nachkriegszeit hatten die deutschen Jazz-Musiker großes Interesse an den verpassten Jazz-Bewegungen. 
Berlin, Bremen und Frankfurt wurden als amerikanische Besatzungszonen zu Hochburgen des Jazz. 
Bis Mitte der 50er Jahre war die deutsche Jazz-Szene stark darauf fixiert, den amerikanischen Stil zu imitieren und verpasste Entwicklungen nachzuholen. 
Eine zentrale Rolle bei der sanften Loslösung vom musikalischen Vorbild spielte die Pianistin und Komponistin Jutta Hipp um 1954.

Der Jazz in Deutschland hatte es wirklich nicht leicht sich zu entwickeln. 
Im Laufe der Zeit wurden vermehrt Elemente des Jazz in andere Musikrichtungen integriert. 
So findet man ihn heute beispielsweise in deutschem Hip-Hop, in House oder in Drum und Bass
Die Jazz-Musiker in Deutschland arbeiten zum Teil unter erschwerten Bedingungen und nur wenige konnten sich einen Namen machen, wie beispielsweise der Trompeter Till Brönner.


Die bereits anfänglich erwähnte Band >Moonlit Jazz Dreams<
 verfügt über ein großes Repertoire an Coversongs wie:
Your love is king (Version von Sade)
Cry me a river (Version von Diana Krall)
At last (Version von Lou Rawls/Dianne Reeves)
Aber es gibt auch einen eigenen Song, den ich euch nicht vorenthalten möchte.
The One for you
Saras Lied 
Something mysterious happened with a big gong
and changed my view on safety for long
a weird danger intended me to get zero
but then my life was saved by a doughty hero
a magnetic stranger came my way
I hoped the guy was here to stay

The world stopped to turn on his usual line
the dark sky glowed and looked astonishing fine
between the intransparent shadows was a light
too soon I lost him out of sight
foolishly speedy I was falling in love
wishing happines from the stars above

Refrain
The one for you I wanna be
have strenght only for you to see
I want to read true love in your eyes
I am willing to pay the highest price
I want to be everything
The one – just for you

On an awfull gloomy evening
my heard was stopped believing
your feelings were not just betray
why you observed me I could not say
I fled from you into the night
suddenly nothing seemed to go right

But then my heard called your name
now I was willing to play again the game
I wanted to be the one by your side
for more than just a single night
I wanted to be the one you call
when your deepest fears grow tall

Refrain

And now you’ve realy gone away
to your hometown for there to stay
you’re over the ocean and lonely my heard breams
you’re unreachable for me and my hopefull dreams
I silly let pass the last true chance
to try with you an unforgettable dance

Refrain

Zu guter Letzt gibt es natürlich auch etwas zu gewinnen!
Dafür müsst ihr mir nur folgende Frage als Kommentar unter diesem Beitrag richtig beantworten. 
(Vergesst eure E-Mail-Adresse nicht)

Wie wird die Jazz-Legende Louis Armstrong auch genannt? 


Teilnahmebedingungen
Teilnahme am Gewinnspiel ab 18 Jahren 
(oder mit Einverständniserklärung der Eltern)
Bewerber erklären sich im Gewinnfall bereit, öffentlich genannt zu werden (Gewinnerpost) 
Versand nur innerhalb Deutschlands
Keine Barauszahlung der Gewinne möglich
Keine Haftung für den Postversand

Morgen geht es dann bei Ullas Bücherseite weiter.


Kommentare:

  1. Hallo und guten Morgen,

    Danke für Deine heutige Einführung in den Musikstil.

    Er wurde auch einfach "Satchmo" genannt.

    Meine Daten kommen dann per PN .O.K...Danke und LG..Karin..

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  2. Sonjas Bücherecke19. Februar 2015 um 10:46

    Hallo,

    eine tolle Blogtour, der heute Beitrag absolut genial. Ich höre auch gerne zwischendurch mal Jazz. Gefällt mir einfach.

    Louis Amstrong wurde auch "SATCHMO" genannt.

    Wünsche dir einen schönen Tag.
    LG Sonja (s.werkowski@kabelmail.de)

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  3. Och schade....wieder nur Gewinne in Deutschland möglich und das wo ich in einem Musikhaus arbeite und wir Jazz als Hauptmusik haben!!! (wir stellen Trompeten und Saxophone her!)
    Dann viel Spaß bei der Leserunde....
    Martina

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    1. Ja schade, aber darauf habe ich leider keinen Einfluss :(

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