Rezension "Nachts kommt die Angst"

  • Titel: Nachts kommt die Angst 
  • Autorin: Gabriela Gwisdek
  • Taschenbuch: 308 Seiten
  • Verlag: Aufbau Taschenbuch (März 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • Genre: Psychothriller
  • ISBN-10: 3746629195
  • ISBN-13: 978-374662193
  • Preis: 9,99€

Das Haus des Schreckens: In einem kleinen Dorf in der Uckermark hofft die Malerin Alexandra wieder zur Ruhe zu kommen. Doch das Haus, das sie gemietet hat, gilt bei den Dorfbewohnern als Spukhaus. Alexandra meint, Schritte auf dem Dachboden zu hören - dann erfährt sie, dass ihre Vormieterin spurlos verschwunden ist und unlängst fünf Frauen in der Gegend getötet worden sind. Sie freundet sich mit Harris, dem Dorfpolizisten, an, der sie offensichtlich verfolgt. Ob er sich in sie verliebt hat oder sie einfach nur beschützen will, findet Alexandra nicht heraus. als Theresia, die schöne Kellnerin aus der Dorfkneipe, tot aufgefunden wird, glaubt Alexandra, die Atmosphäre in ihrem Haus kaum noch ertragen zu können. sie bekommt Warnungen, ihre Sachen zu packen. Will sie jemand in den Wahnsinn treiben? Aber warum? 
Ein packender Psychothriller voller überraschender Wendungen.


Es gibt nicht viele Thriller, bei deren Genuss ich nachts mit einem mulmigen Gefühl durch meine Wohnung Richtung Badezimmer schleiche und dabei auf meinem Weg alle Lampen anschalte. 
Dieses Buch gehört zu diesen besonderen Thrillern!
Ich kann zwar nicht behaupten beim Lesen tausend Tode gestorben zu sein, aber die Beschreibungen der nächtlichen Geräusche, auf dem Dachboden dieser kleinen Bruchbude im Wald, sorgten für eine Gänsehaut und die Angst von Alexandra, unserer Hauptprotagonistin, war fast greifbar und schlich sich in mein Innerstes. Trotz Gänsehaut und nächtlicher Paranoia meinerseits musste ich dennoch weiterlesen, wollte ich doch unbedingt wissen, wer der Serienkiller ist und was aus Alexandra und dem Dorfpolizisten Harris wird. 
Die Geschichte ist wirklich spannend geschrieben und man kann sie wunderbar in einem Rutsch durchlesen, was ich bei diesem Genre immer besonders wichtig finde. Die Protagonisten lernt man nur oberflächlich kennen. Alle haben ihre Geheimnisse, Ecken und Kanten und ich wurde teilweise nicht ganz schlau aus ihnen und ihren Beweggründen. Ich konnte ihre Reaktionen in manchen Situationen nur sehr schlecht einordnen, was mir bei diesem Buch aber besonders gut gefallen hat, weil es einen schönen Spannungsbogen aufrechterhielt, der mich an dieses Buch fesselte und mich bei der Suche nach dem Mörder total im Regen stehen ließ.
Der Showdown war spektakulär und die Lösung so überraschend, dass ich es immer noch nicht begreife, warum ich das ganze Buch über nicht gemerkt habe, wer der Täter ist.
Etwas schade finde ich das das Motiv nicht ganz geklärt wurde, aber diesen Punkt verzeihe ich der Autorin mit einem zufriedenen Strahlen.
Ein superspannender Thriller, dem ich wirklich jedem nur ans Herz, oder besser auf den Nachttisch, legen kann.




Gabriela Gwisdek, 1966 in Bautzen geboren, hat als Requisiteurin für Theater, Film und Fernsehen gearbeitet. Die Autorin schrieb u. a. das Drehbuch für zwei Folgen von "Schmidt und Schwarz", einer Krimi-Reihe des ZDF. Sie ist mit dem Schauspieler Michael Gwisdek verheiratet und lebt derzeit in der Schorfheide bei Berlin. Im Aufbau Taschenbuch liegt ihr Roman "Die Fremde" vor; im Frühjahr 2013 erschien dort ihr Psychothriller „Nachts kommt die Angst“.

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