Rezension "Lügengrab"

  • Titel: Lügengrab
  • Autor: Hendrik Berg
  • Taschenbuch: 416 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag (März 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • Genre: Krimi
  • ISBN-10: 3442482380
  • ISBN-13: 978-3442482382
  • Preis: 9,99€

 Nach einem anstrengenden Fall sucht der Berliner Kommissar Krumme auf der Hallig Hooge Ruhe und Zeit zum Nachdenken. Auf der Fähre lernt er Swantje kennen, die auf der Hallig aufgewachsen ist. Vor drei Jahren verschwand ihr Verlobter auf rätselhafte Weise – einen Tag vor der Hochzeit! Anders als ihre Freunde glaubt Swantje an ein Verbrechen. Nun kehrt sie zurück und will die Wahrheit über ihre große Liebe herausfinden. Krumme versucht zu helfen. Doch schon bald gerät er selbst in Lebensgefahr und entdeckt während einer dramatischen Sturmflut ein schreckliches Geheimnis. Denn auf dem kleinen Eiland lauert das Böse ...

 Das Cover passt wundervoll zu der Geschichte und verbreitet schon vorab eine gewisse gespenstische Atmosphäre, die ich so an den Büchern von Hendrik Berg liebe.
 Spielte der Kommissar Theo Krumme in "Deichmörder" noch eine etwas untergeordnetere Nebenrolle, lag bei diesem Buch das Hauptaugenmerk ganz bei ihm.
Mich freute es sehr, erneut etwas über Krumme zu lesen und auch einige alte Bekannte aus "Deichmörder" wider zutreffen. 
In "Lügengrab" verschlug es Krumme erneut in den hohen Norden, dieses Mal auf die Hallig Hooge.
Ich war sehr von der detaillierten Beschreibung der Hallig und der Natur um sie herum begeistert und verspürte sofort den Drang dieses kleine Eiland selbst zu erforschen.
Selbst die Naturgewalt Nordsee wird mit ihrem ganzen Charme, aber auch mit ihrer todbringenden Grausamkeit gekonnt in Szene gesetzt und sorgte für mehrere lebensgefährliche Situationen für den liebenswerten Berliner Kommissar.
Die Perspektivwechsel, in denen immer wieder Bluttaten beschrieben wurden, fügten sich wunderbar in die Geschichte ein und gaben dem Ganzen einen mysteriösen Touch.
Man wurde förmlich dazu eingeladen seine eigenen Mutmaßungen über den Verbleib von Marc, sowie darüber, wer diese Bluttaten beging, anzustellen und zu rätseln, wie dieses Puzzle zusammenpasste.
Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, wollte ich doch unbedingt wissen, was mit Swantjes Verlobten geschah und wer sich hinter dem Bösen auf Hooge verbarg.

"Lügengrab" ist in meinen Augen ein wundervoller, spannender Pageturner, der gekonnt die Schönheit der Hallig mit dem Grauen der menschlichen Seele kombiniert und seinen Leser von der ersten bis zur letzten Seite gefangen nimmt.


Hendrik Berg wurde 1964 in Hamburg geboren. Nach einem Studium der Geschichte in Hamburg und Madrid arbeitet er zunächst als Journalist und Werbetexter. Seit 1996 verdient er seinen Lebensunterhalt mit dem Schreiben von Drehbüchern. Er wohnt mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Köln.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen